
Das Müll-Katzenrudel
...hat seinen Namen nicht umsonst. Denn bis auf eine Ausnahme stammen alle meine Katzen aus Berliner Müllcontainern:
überflüssig, zu teuer, unerwünscht.
Selbst die Abgabe im Berliner Tierheim ist ja nicht kostenlos; wäre ja auch zu anstrengend bis nach Falkenhagen, wenn der Urlaubsjet wartet! Ich bin gespannt, wieviele Tiere dieses Jahr wieder unter dem Weihnachtsbaum (und anschließend im Müll) landen.
Am Urlaubsort findet man die dortigen Kätzchen dann wieder toll und ist ganz geknickt, dass man dieses nicht mitnehmen kann. Ich habe auch nicht mehr viel Verständnis, wenn man die private Zucht aus Eigennutz forciert, weil die eigene Katze *soo schön* ist und der Nachwelt erhalten werden muss.
Seit 1987 sammelte ich ausgesetzte Katzenbabies ein, zog sie mit der Flasche groß, trug die Arztkosten usw. usw. Heute lebt nur noch die 14jährige Sheila, der Angsthase der Nation, zusammen (oder nebenher) mit Herrn Frodo bei uns. Und da ich nun selbst nicht mehr die Gesündeste bin, soll es das dann auch gewesen sein. Trotzdem juckt es ab und zu in den Fingern, wenn eine ausgesetzte Katze ein neues Zuhause sucht. Wenn ich dann daran denke, dass mich die Rücksichtslosigkeit einiger Menschen so ungefähr einen Mittelklassewagen *gekostet* hat ( vom Urlaub ganz zu schweigen). Jetzt habe ich nur noch Sheila, die Angsthäsin, bei mir - und die ist mit Frodo voll ausgelastet. Allerdings macht sie bei den täglichen Streitereien noch eine gute Figur mit ihren 14 Jahren - nur der Hund kapierts eben einfach nicht: Katze ist nix zum essen. Vielleicht, aber echt nur vielleicht, lernt er es ja doch noch. Allerdings glaub ich nimmer dran...



















