




Also: ich bin Baujahr 1959 und wohne samt Göttergatten, einem Hund und ner Katze in Berlin-Mitte. In meiner Freizeit bastele ich gern am PC – was nicht heißt, dass ich den Durchblick habe - , treibe mich im Hunde- oder Katzenforum herum, lese sehr viel (Querbeet, Hauptsache, keine Schnulzen) und höre Musik (Techno, HipHop, R&B usw.) Zu meinen absoluten Top-Büchern gehört *der Herr der Ringe*, musiktechnisch dröhnen Eminem, Scooter & Co. Damit die Nachbarn wissen, dass die Wohnung nicht leer steht.
Warum Schattenwelt?
Ich finde, das klingt besser, als Isolierhaft oder Privatknast. Denn groß was anderes ist es hier nicht - auch wenn keine Gitter vor den Fenstern sind und es sich um meine Wohnung handelt. Aber, wenn sich mein *Auslauf* auf den Balkon beschränkt, muss ich das halt so sehen., denn aus gesundheitlichen Gründen kann ich die Bude nicht allein verlassen… Zu guter Letzt wird mir auch eine Fahrt zu einer -einmaligen- Untersuchung verwehrt.
Nun muss meine *bessere Hälfte* für ein paar Tage in die Klinik. Für Frodo ist gesorgt, aber was ist mit mir? Natürlich nichts, lakonische Auskunft * ich muss sehen, wo ich bleibe*. Ist mein Geld schon auf der Bank? Wer bringt z. Bsp. den Müll raus? Ich glaube, ohne Geld kann man auch in Berlin nichts einkaufen…Ebenso natürlich ist es ja anmaßend, darüber überhaupt nachzudenken. Erledigt sich doch alles von selbst. Nur kenne ich *selbst* nicht.Nur, sollte jemand von mir Hilfe erwarten, kann er mit nichts mehr rechnen. Getreu dem Motto: Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner.
Während der Göttergatte nun reichlich mit Mitleid versorgt wird, geht im allgemeinen Gejammere mein nicht mehr vorhandenes re. Schultergelenk, akute Rheumagefahr durch das Wetter, immer noch nicht behandelte Sehnenscheidenentzündungen in beiden Armen und und und unter. Ich gelte hier als Störfaktor, weil ich NICHT mein restliches Dasein im Bett liegend verbringen will, weil ich den Haushalt mache (zwangsläufig), da mir zwei Haustiere ausreichen. Wer zwingt denn den Herrn der Herrlichkeiten bitte schön, ins Einkaufszentrum zu latschen, wo er doch eine Monatskarte und Bus und Bahn in der Nähe hat? Verkehrte Welt!
Da ja nun so ziemlich alles, was eventuell fördernd sein könnte, seit 2005 drastisch gestrichen wurde, muss man sehen, wo man bleibt. Selbst ein Arztbesuch ist wie ein Sechser im Lotto. Dafür ein DANKE an die Regierung dieses schönen Landes (besonders Frau Schmidt und Herrn Hartz) für die umfassende Unterstützung Behinderter und ihrer Familien… Macht weiter so!
















